2009

Die Gewinner des 2. Bio-Gründer Wettbewerbs stehen fest!

Innovative Konzepte aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Biotechnologie und Biochemie wurden zur Prämierung eingereicht. Von der Veredelung von Gemüse über den Lebensmittelvertrieb via Internet bis hin zur maschinellen Saatzuchtoptimierung war vieles vertreten. Über die Beteiligungen am 2. Bio-Gründer Wettbewerb kann durchaus Erfolg vermeldet werden, denn von den 14 eingegangenen Anmeldungen sind neun Konzepte zur Teilnahme zugelassen worden. Letztlich konnten drei Geschäftskonzepte die Fachjury überzeugen.

Auf dem Foto: Erminea: Dr. Olaf Fülling; PlasmidFactory: Dr. Marco Schmeer, Dr. Martin Schleef; Wirtschaftsförderung Kreis Unna: Dr. Michael Dannebom; Bürgermeister der Gemeinde Bönen: Rainer Eßkuchen; Bio-Security Management GmbH: Dr. Christian Rose; Phenospex: Dr. Bernhard Biskup; Volksbank Bönen eG: Oliver Drave; Sparkasse Bergkamen-Bönen: Mario Wenig (von links).

1. PLATZ

Den ersten Platz belegt das Unternehmen „PlasmidFactory“ mit seiner hochinnovativen, biotechnologischen Geschäftsidee. Original oder Fälschung? Diese Frage war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Plasmid DNA-Markierung als Sicherheitsmerkmal. Die DNA’s können mittels dieser Technologie quasi beschrieben werden und gegen Produktpiraterie eingesetzt werden. Damit wäre der Markenschutz wieder hergestellt. Laut Dr. Martin Schleef können diese DNA’s in Farben integriert werden und auf z. B. Gerätschaften aufgebracht werden, um so Markenpiraten ausfindig zu machen. In einem Jahr soll ein portables Gerät auf den Markt gebracht werden, unter Zuhilfenahme dessen innerhalb einer Stunde ein Analyseergebnis vorliegt, d h. ist das Produkt ein Original oder eine Fälschung.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.plasmidfactory.com

2. PLATZ

Den zweiten Platz belegen Herr Dr. Bernhard Biskup und Herr Dr. Gregoire Hummel. Das Unternehmen „Phenospex“ entwickelt Gerätschaften, die als Prozessinnovation im Agrarbereich zu bezeichnen sind. Sie verbessern die Produktionseffizienz u. a. im Bereich der Pflanzen- und Saatzucht, indem sie z. B. innerhalb von fünf Tagen feststellen können, welche Pflanzensprösslinge das größte Wachstumspotenzial besitzen. Die Gründer sind Experten auf diesem Gebiet und forschen zurzeit noch am Forschungszentrum Jülich. Da es bereits Prototypen gibt, sollte die Markteinführung innerhalb eines Jahres, also in 2010, gelingen.

3. PLATZ

Den dritten Platz belegt das Unternehmen „Erminea“. Im Zuge der angestoßenen Nachhaltigkeitsdiskussion, speziell auch der Reduktion von Giftstoffen in unserer Umwelt, verfolgen Dr. Olaf Fülling und Bernd Walther einen ganzheitlichen Ansatz. Erminea hilft nicht erst, wenn der Schädlingsbefall erfolgt ist, sondern bereits im Vorfeld. Es werden Konzepte kundenindividuell erarbeitet, um die Wahrscheinlichkeit des Schädlingsbefalls zu minimieren. Daneben werden Produkte angeboten, die Nachhaltigkeitsgesichtspunkten genügen und Schädlingen sowohl aus der Landwirtschaft als auch aus lebensmittelverarbeitenden Betrieben bis hin zu Krankenhäusern fern halten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.erminea.com

10.09.2009|

2007

Startschuss gelungen!

Dr. Christian Rose, Geschäftführer des Kompetenzzentrums Bio-Security, resümiert zufrieden „Der Start ist gelungen die Sieger stehen fest; ein erfolgreicher 1. Bio-Gründer Wettbewerb“. Der erste Bio-Gründer Wettbewerb endete mit der Prämierung der Sieger am 08. August 2007 im Kompetenzzentrum Bio-Security.

Gewinner 1. Bio-Gründer Wettbewerb (von links):
Peter Streich, Helrik Bobke, Jürgen Neuhaus

1. PLATZ

Den ersten Platz belegt Herr Helrik Bobke mit seinem Unternehmen knick’n’clean. Im Haushalt, insbesondere in Kühlschränken, befinden sich eine große Anzahl Krankheitserreger. Des Weiteren wird durch eine erhöhte Keimzahl im Kühlschrank der Verderbprozesse der darin gelagerten Lebensmittel beschleunigt. Deswegen ist neben der richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln eine permanente Desinfektion des Kühlschrankes sinnvoll. Das von Herrn Helrik Bobke entwickelte Produkt knick’n’clean® liefert einen keimfreien Kühlschrank mittels eines mit einer Zweikomponentenlösung gefüllten Spezialkunststoffröhrchens, das im Kühlschrank aufgehängt wird. Über die Oberfläche tritt ein unter anderem in der Trinkwasserdesinfektion eingesetzter Wirkstoff aus, der den Kühlschrank für einen Monat von Keimen befreit.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.knicknclean.de

2. PLATZ

Den zweiten Platz belegt Herr Peter Streich mit seinem in Gründung befindlichen Unternehmen QHP Life Science GmbH. Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre machen deutlich, dass alle gängigen Gütesiegel und Sicherungsmaßnahmen keinen ausreichenden Schutz des Verbrauchers gewährleisten. Mit Hilfe einer Drei-Säulen-Strategie versucht er diesen Mangel zu minimieren. Zum einen wird er mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein für den Verbraucher eingängiges Etikett entwickeln, was neben detaillierten Informationen z. B. über die Herkunft und Verarbeitungsart des Produktes Informationen über die Frische und Qualität desselben liefert. Zum anderen soll das Verkaufspersonal und weitere an der Prozesskette Beteiligte in Form von Intensivschulungen im Umgang mit selbigen zielorientiert weitergebildet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.qhplifescience.de

3. PLATZ

Den dritten Platz belegt Herr Jürgen Neuhaus mit seinem in Gründung befindlichen Unternehmen Prophy; Forschung, Beratung und Behandlung rund um die veterinärmedizinische Prophylaxe. In der Nutztierhaltung und dem Pferdesport wird eine Vielzahl von Medikamenten eingesetzt, die der Wachstumsförderung, der Werterhaltung, der Leistungssteigerung mit dem Ziel der Erhöhung des Verkaufspreises dienen sollen. Kritisch ist deren Wirkung zu hinterfragen, denn der Einsatz von Medikamenten kann die Fleischqualität massiv verschlechtern. Rückstände können im Fleisch enthalten sein und die Gesundheit des Verbrauchers schädigen. Im Pferdesport kann der falsche Einsatz von Medikamenten im schlimmsten Fall zu einem totalen Wertverlust des Tieres führen. Herr Jürgen Neuhaus, als gelernter Tierarzt, plant drei Unternehmensbereiche aufzubauen, die allesamt dem Prophylaxegedanken folgen. Zum einen wird er sich im Bereich der Forschung und Entwicklung engagieren, mit dem Ziel der Entwicklung von prophylaktischen Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie von gesundheitsfördernden Produkten. Zum anderen wird er beratend im Futtermittelbereich und in der tierorientierten Pharmaindustrie tätig werden. Schließlich wird er aktiv Halter und Züchter beraten sowie Nutztiere und Pferde nach Prophylaxegesichtspunkten behandeln.

10.09.2007|
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